Können Trends nachhaltig sein? 3 Tipps, wie es funktionieren kann

Ich mag Trends ebenso sehr oder wenig wie wohl jeder von uns. Das heißt, ich finde zwar nicht alles gut und schön, was in jeder neuen Saison auftaucht, ich kenne aber auch das beständige Bedürfnis nach neuen, frischen Ideen, Mustern, Schnitten und Farben.

Das gute an Trends ist, dass sie genau dieses Bedürfnis ansprechen und (fast) immer in einem immerwährenden Zyklus früher oder später wiederauftauchen –wenn auch oft in abgewandelter Form. Oder auch nicht so abgewandelt: Leggings als Hosen zu tragen oder Halsbänder, die jetzt gerade wieder in sind, hätten meines Erachtens einer gründlichen Überarbeitung bedurft.

Wir alle wollen scheinbar ständig etwas Neues, Ausgefallenes, am besten noch nie Dagewesenes und die Modekonzerne bedienen dieses Bedürfnis natürlich nur allzu gern, indem sie nicht nur für jede Saison neue Kleidung für uns vorhalten, sondern mittlerweile wöchentlich mit neuen Kleidungstücken locken. So können wir immer fröhlich weiterkaufen, weil es immer etwas Neues gibt. Selbst wenn wir jede Woche ins Geschäft kommen.

Kann sich jemand, der faire und nachhaltige Mode befürwortet und deren Konsum seinen Mitmenschen bei jeder Gelegenheit predigt, überhaupt an Trends orientieren oder muss ich mich auf ein paar einfarbige Basics konzentrieren, die nie aus der Mode kommen?

Ich würde sagen, es kommt ganz darauf an, wie man mit Trends umgeht. Es gibt z.B. Stoffe, Muster und Schnitte, die finde ich im Grunde seit gut 20 Jahren schön. Zum Beispiel Blumenmuster (von groß bis klein), alles was mit Stickerei und Spitze zu tun hat, Jeansjacken, lila in allen Nuancen, Kleider und Röcke mit einem Vintagefeeling.

Wie kann ich also Trends folgen und dennoch nachhaltig konsumieren, d.h. etwas kaufen, was ich länger als eine Saison tragen will? Hier sind meine 3 Tipps, wie es gelingen kann:

1. Kenne deine Vorlieben und kaufe entsprechend ein.

Klar, man kennt das Gefühl, dass Mode und Trends mehr sein können als nur ein paar Stücke Stoff: Vielleicht könnte man damit sogar seine ganze Person neu erfinden –oder zumindest steuern, wie andere Menschen einen sehen. Das mag beides mit mehr oder weniger Erfolg funktionieren, aber nur, wenn man sich auch kennt. Wenn du z.B. gern schwarz trägst und diese Saison Orange in ist, stehen die Chancen gut, dass du dich damit nicht neu erfindest, sondern das Teil in ein paar Wochen ungetragen im Schrank hängt.

2. Interpretiere Trends nach deinen Vorlieben.

Keinem Trend muss man eins zu eins folgen. Und für viele Leute ist es ein Zeichen von persönlichem Stil, wenn man einen Trend so abändert, dass er zur eigenen Person passt.

Das können ungewöhnliche Kombinationen sein oder man verwendet, was man noch im Kleiderschrank hat. Viel zu oft vergessen wir, dass Trends nicht immer neue Kleidungsstücke bedeuten, sondern auch wie wir die Stücke tragen und kombinieren.

3. Mach nicht jeden Trend mit!

Ja, auch das gehört dazu: Mal eine Trendrunde aussetzen und abwarten, was als nächstes kommt. Wahrscheinlich kaufst du auch jetzt schon nicht jeden einzelnen Trend, weil dir nicht alles gefällt und es wird gar keine große Umstellung für dich sein.

Aber, manchmal ist es schwer. Es ist mir schon oft passiert, dass ich dachte ich mag einen Trend, wenn ich mich eigentlich nur an ihn gewöhnt hatte, da man ihn auf jedem Fashionblog, Instagram-Bild, Pinterestboard, etc. sah. Diesen Unterschied zu erkennen ist oft nicht leicht und braucht mindestens etwas Zeit, die einem in der Modebranche oft nicht mehr zugesprochen wird.

Wie gehst du mit Trends um, wenn du einen Anspruch auf Nachhaltigkeit hast?

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